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Kieferorthopädie am Schillerplatz<br>Fachpraxis für Kieferorthopädie, Dresden

Kieferorthopädie am Schillerplatz
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Zahnspangen für Erwachsene?

Das Interview mit Frau Dr. Passin

  • Warum tragen immer mehr Erwachsene Zahnspangen?
    Der Hauptgrund, warum man in höherem Alter etwas ändern will, ist meist ein frontaler Engstand, bei denen die Frontzähne nicht genügend Platz haben. Diese Art der Fehlstellung wird durch den Knochenabbau im fortschreitenden Alter begünstigt. Einer Therapie im höheren Alter steht nichts im Weg, wenn der Zahnhalteapparat gesund ist. Als Zahnhalteapparat bezeichnet man das Konstrukt zwischen Wurzeloberfläche und Knochen. Dieser sollte entzündungsfrei sein. Wir haben erwachsene Patienten in unserer Praxis, die 70 Jahre und älter sind.
  • Also ist eine Zahnkorrektur nicht nur eine Sache der Ästhetik?
    Nein! Die kieferorthopädische Therapie wird leider nicht selten auf die Ästhetik reduziert. Vielmehr muss man sagen, dass wir durch z. B. Behandlung frontaler Engstände wieder günstige hygienische Bedingungen für die alltägliche Zahnpflege des Patienten schaffen, sowie Zwangsbisse therapieren, welche eine ungünstige Stellung der Kiefergelenke verursachen können. Frontale Engstände begünstigen die Anlagerung von Zahnstein und Plaque, die wiederum einen Knochenrückgang hervorrufen können. Zahnkorrekturen sind somit auch eine Prävention.
  • Der heutige Markt hat neben der herkömmlichen Zahnspange viel Neues zu bieten. Mit welchen Therapien behandeln Sie?
    Wir haben in unserer Praxis drei Therapiemöglichkeiten. Wir bieten die komplette Bandbreite an Therapiearten an. Wenn es den Patientin nicht ästhetisch beeinträchtigt, eine sichtbare Zahnspange zu tragen, kann mit einem herkömmlichen konventionellen, somit nicht individualisierten Multibracketsystem gearbeitet werden. Das entspricht der klassischen, altmodischen Zahnspange. Dies ist heutzutage jedoch weniger der Fall. Patienten nehmen gern diskrete Therapievarianten in Anspruch, bei denen wenig bis gar nicht sichtbar ist, dass sie eine kieferorthopädische Therapie erfahren. In diesen Fällen empfehle ich die Therapievarianten eines Backetsystems von lingual, also von der Zungenzugewandten Seite, oder das Einsetzen von durchsichtigen Korrekturschienen (Aligner). Wir arbeiten mit dem Lingualsystem Incognito™ und dem Alignersystem Invisalign® in unserer Praxis.
  • „Wenn es den Patientin nicht ästhetisch beeinträchtigt, eine sichtbare Zahnspange zu tragen, kann mit einem herkömmlichen konventionellen Multibracketsystem gearbeitet werden. Das entspricht der klassischen , altmodischen Zahnspange.“



Lingualsystem von Incognito™





  • Das klingt interessant. Bei diesem System hat man sozusagen keine gewöhnliche Zahnspange mehr?
    Genau. Herausnehmbare Zahnspangen, also das klassische Modell, das vielen durch Ihre Kinder bekannt ist, bzw. sie selbst als Kind getragen haben, sind vorwiegend für orthopädische Nachentwicklungen in einem Alter, in welchem Wachstum vorhanden ist. Beim erwachsenen Patienten braucht man Apparaturen, die den Zahn körperlich bewegen können. Das heißt die Apparatur setzt konkret am Zahn an und korrigiert seine Fehlstellung. unauffällig von der Innenseite der Zähne. Brackets sind vollständig unsichtbar von außen und werden durch Mitmenschen nicht bemerkt. Patienten schätzen diese sehr diskrete Art der Zahnkorrektur.
  • Wie funktioniert die Incognito™ Therapie?
    Unsere angewendeten Incognito™ Apparaturen arbeiten wie herkömmliche Bracketapparaturen, nur dass sie individualisiert sind. Das bedeutet die Apparatur ist genau auf den Patienten zu geschnitten, behandelt seine individuelle Fehlstellung konkreter und häufig schneller. Dabei befindet sich auf jedem Zahn ein Bracket, durch diese läuft ein Bogen, welcher regelmäßig gewechselt wird und fortschreitend den Zahn in seiner Stellung korrigiert. Bei dieser Therapieform sehen wir den Patienten in der Regal ca. alle 6 Wochen. Ist der Platzmangel ausgeprägt, müssen Zahnzwischenräume beschliffen werden, damit kurzzeitig kleine Lücken entstehen, in welcher der Zahn sich bewegen kann, damit er sich dann in seine richtige Position stellen kann.
  • “ Patienten nehmen gerne indiskrete Therapievarianten in Anspruch, bei denen wenig bis gar nicht sichtbar ist, dass sie eine kieferorthopädische Therapie erfahren.“
  • Was wird bei Incognito™ für ein Material genutzt?
    Man nimmt eine Goldlegierung. Gold lässt sich gut verarbeiten, weil es ein weicheres Metall ist. Durch den Aufwand und die Individualisierung ist das Produkt sehr hochwertig. Es wird in Deutschland hergestellt, weltweit vertrieben und von zertifizierten Kieferorthopäden genutzt.
  • Wirken sich die Brackets auf der Zahninnenseite auf die Sprache aus?
    Nach einer Eingewöhnung von 2 Wochen haben sich die Patienten und auch die Zunge an die Apparatur gewöhnt. Manchmal berichten Patienten, dass sie sich selbst verwaschener anhören, bekommen dies aber durch Dritte eher nicht bestätigt. Es ist eine Gewöhnungssache.
  • Was ist der entscheidende Unterschied im Vergleich zur gewöhnlichen Zahnspange?
    Beim klassischen Multibracketsystem handelt es sich um ein konventionelles und nicht individualisiertes System, wobei der Befestigungskleber Unterschiede zwischen Zahn und Bracket ausgleicht. Beim Incognitosystem ist die Bracketrückseite, mit welcher das Bracket am Zahn befestigt wird, dem Zahn entsprechend bereits 1:1 angepasst. Die Incognito™ und Invisalign® Systeme sind individualisierte Systeme mit hoher Präzision in der Therapie. Diese Systeme sind exakt auf die Fehlstellung des Patienten zugeschnitten. Bei Incognito™ wird jedes einzelne Bracket digital entworfen und dann in eine Goldlegierung überführt. Sie werden möglichst flach gestaltet, damit die Zunge nicht mehr Einschränkung erfährt, als es notwendig ist.

Durchsichtige Schienen von Invisalign®

  • Was hat es mit der anderen Therapieform auf sich?
    Bei Invisalign® funktioniert die Wirkweise etwas anders. Es ist ein Korrekturschienensystem, welches das Einsetzen mehrerer Schienen beinhaltet. Von diesen Schienen, die Anzahl ist abhängig von dem zu therapierenden Ausmaß, wird jede Schiene 7-10 Tage vom Patienten für 23 Stunden am Tag getragen. Dabei können kleinere Fehlstellungen schon mit 7 Schienen behandelt werden, größere Fehlstellungen auch mit z. B: 20 oder mehr Schienen.
  • Was bewirken die Schienen?
    Die Wirkweise funktioniert über kleine Set ups in der Schiene. Hierbei setzt man eine Sequenz an Schienen ein, bei welchen in jeder Schiene eine kleine schrittweise Korrektur des Zahnes stattfindet. Diese Schiene wechselt der Patient in unserer Betreuung gewechselt.
    Das Schienensystem wird momentan von vielen günstigen Anbietern stark beworben und nicht selten überlässt man den Patienten sich selbst ohne fachzahnärztliche Beratung und Begleitung in der Therapie. Dies ist sehr mit Vorsicht zu genießen, da es keine Therapiebetreuung gibt und größerer Schaden durch zum Teil fehlende Diagnostik, die u.a. zur Risikoeinschätzung notwendig ist, angerichtet werden kann.
  • Wie läuft so eine Therapie ab?
    Entscheidet sich der Patient für eine Therapieform wie Incognito oder Invisalign® werden spezielle Abformungen oder Scans genommen und die Fehlstellung wird dem jeweiligen Hersteller übermittelt. Incognito wie Invisalign® erstellen dann ein digitales Set up, d.h. sie simulieren dem Behandler und dem Patienten das Ergebnis vor Therapiebeginn. Dies schaue ich mich nach kritischer Einschätzung und ggf. Anpassung gemeinsam mit dem Patienten an. Sind wir dann beide zufrieden lassen wir die jeweilige Apparatur, bzw. die Schienen herstellen. Diese können dann ca. 2 Wochen später beim Patienten eingesetzt werden.
  • Tritt die Vorhersage immer so ein , wie vorher konstruiert?
    In der Regel schon. In seltenen Fällen müssen die Apparatur oder die Schienen innerhalb der Therapie angepasst werden, wenn sich vereinzelte Zähne weniger gut bewegen lassen als vorher erwartet. Dies stellt keine größere Herausforderung für uns dar.



Dauer und Kosten der Systeme

  • Wie lange dauert die Therapie?
    Das kommt auf das Ausmaß der Fehlstellung an. Bei Incognito gibt es die Möglichkeit eine verkürzte Variante als Patient zu wählen, durch die nur die Frontzähne therapiert werden. In so einem Fall ist die aktive Behandlung häufig innerhalb eines 3/4 Jahres bereits beendet. Mit dem Alignersystem liegt die kürzeste Behandlungsdauer bei ca.1/ 4 Jahr mit geringem Ausmaß der Fehlstellung. Es gibt aber auch Behandlungen, die sich durch das hohe Ausmaß bedingt gut auf ein oder zwei Jahre strecken können.
  • Was kosten die beide Behandlungsmethoden?
    Genauso wie es erhebliche Unterschiede im Ausmaß und der Therapiedauer von Fehlstellungen gibt, gibt es gravierende Unterschiede in den entsprechenden Kosten einer solchen Therapie. Bei kleineren Therapien entstehen Gesamtkosten von ca. 3.000-4.000 Euro. Bei langwierigen Behandlungen über mehrere Jahre können z.B. bei Incognito Behandlungskosten von ca. 7.000-9.000 Euro und bei Invisalign von ca. 6.000-7.000 Euro entstehen. Dabei sprechen wir schon von stark ausgeprägten Fehlstellungen, bei denen das komplette Gebiss therapiert wird und nicht nur ein geringer frontaler Engstand gelöst wird.
    Bei den oben genannten Kosten werden Ober- und Unterkiefer therapiert. Genauso kann es möglich sein, dass man nur einen Kiefer therapiert und somit geringere Kosten der Therapie hat. Dabei beinhalten die jeweiligen Kosten immer auch die Stabilisierungsphase mittels Retainer und Stabilisierungsschiene.
  • Stabilisierungsphase?
    Ja, es verläuft keine Therapie ohne eine Stabilisierungsphase. Das wird gemacht, damit man langfristig die Sicherheit hat, dass sich die Zähne nicht wieder verstellen. Das ist bei allen drei Apparaturen gleich. Es wird ein Retainer eingebracht. Das ist ein individualisierter, passiver Draht, der hinter die Frontzähne geklebt wird. Jetzt hat man die Zähne stabil in den Zahnbogen eingeordnet das wird durch diesen Draht stabilisiert. Außerdem trägt man für ca. eineinhalb Jahre eine Stabilisierungsschiene. Diese wird die ersten 12 Wochen nach aktiver Therapie nachmittags und nachts getragen, nach diesen 12 Wochen nur noch nachts. Im ersten Jahr nach Therapie kontrolliert der Kieferorthopäde, dass der Knochenumbau wieder stagniert und sich alles festigt.
  • Wie lange muss man den Draht tragen?
    Lebenslang, da man vorbeugen muss, dass sich etwas erneut verstellt.
  • Warum verstellen sich die Zähne im Laufe des Lebens?
    Die Zähne sind im Knochen aufgehängt, wie eine Art Bänderapparat und immer wenn wir einen Zahnkontakt haben, wenn wir schlucken oder essen, wird der Zahn kurz in den Knochen reingefedert. Somit wird Druckkraft in Zugkraft umgewandelt. Dieser Bänderapparat bringt eine gewisse Instabilität mit sich. Wenn Kräfte wirken, die nicht die Zahnachse treffen, sondern seitlich eintreffen, zum Beispiel beim Abbeißen, können sich die Zähne verstellen. Nicht selten ist bei Erwachsenen auch das Schluckmuster verändert. Die Zunge legt sich bei normaler Schluckweise an den Gaumen und bewegt so Nahrung und Flüssigkeiten nach hinten. Vereinzelt schlucken Erwachsene jedoch frühkindlich (viszeral). Normalerweise ändert sich dieser Mechanismus im Kleinkindalter.
    Bleibt er bestehen, ist das Risiko hoch, dass sich besonders die Frontzähne verstellen, da die Zunge mit starker Kraft bis zu 2000 Mal am Tag die Zähne, statt den knöchernen Gaumen als Widerlager nimmt. Dem halten sie nicht Stand und weichen aus, also verstellen sich.